Wiener Staatsballett / Volksoper

3 / 6 / 2018 - 19:00

Brno - Messegelände, Halle F

Cendrillon (Aschenputtel)
Hudba:Sergei Prokofiev
Choreografie:Thierry Malandain
Délka představení:1h 45 min.
Vstupenky od:150 Kč

Bühne und Kostüme: Jorge Gallardo
Lichtdesign: Jean-Claude Asquié
Implementierung von Lichtdesign: Frédéric Eujol

CinderellaATU 510A – dies ist die Codebezeichnung des Aarne-Thompson-Index, des wichtigsten Klassifikationssystems von Märchen und Volkssagen, der von den Ethnographen Aarne und Thompson zu Forschungszwecken erstellt wurde, um auf diese Weise die internationalen Archive der Märchengeschichten klassifizieren zu können. 510A– die prosaische Bezeichnung für den Typ von Mythos, den wir von alters her überall auf der Welt finden können. Der Traum von einem besseren Leben, Gerechtigkeit und einfachem Glück – diese Geschichte hörte Wilhelm Grimm (wie von Holger Erhart, einem Professor, der sich auf die Arbeit und den Einfluss der Gebrüder Grimm an der Universität Kassel konzentriert, im Jahr 2016 festgestellt wurde) von der „Marburger Märchenfrau“ Elisabeth Schellenberg (1746–1814), die den größten Teil ihres Lebens in der Pflegeanstalt verbrachte und aus eigener Erfahrung nur zu gut das in Aschenputtels Geschichte beschriebene Leiden kannte. In der choreografischen Sprache von Malandain verwandelt sich diese sehr bekannte Geschichte in die Ballettmusik von Sergej Prokofjew, die eine Vielzahl anderer Quellen (hauptsächlich französische) miteinander verbindet, zu einem Sterntraum - „einem Traum über einen Tanzstar“. „510A“ ist noch lange nicht geschlossen – und wenn sie nicht gestorben sind, dann tanzen sie noch heute ...

Choreograf

Thierry Malandain

Der französische Choreograph studierte Tanz mit Monique Le Dilly, René Bona, Daniel Franc, Gilbert Mayer und Raymond Franchetti. Seine Tanzkarriere verlebte er in den Ballett-Ensembles der Pariser Oper, dem Ballet du Rhin und dem Ballet Théâtre Français de Nancy. Nach Abschluss seiner Karriere gründete er das Ensemble Temps Présent (1986), das in Élancourt und später in Saint-Étienne arbeitete. 1998 wurde er zum Leiter des neu gegründeten Centre Choréographique National in Biarritz ernannt. Malandain ist der Schöpfer von mehr als 80 Choreographien, darunter für Ballette in Bordeaux, Marseille, Reims, Nantes, Paris, Flandern, Karlsruhe, Luxemburg, Neapel, Wien, Genf, Kairo etc. Er gewann zahlreiche Preise und Auszeichnungen, beispielsweise den Prix Benois de la danse 2004, den Orden für Kunst und Literatur 2009 oder den Europäischen Taglioni-Preis für den besten Choreographen 2014.

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Ohad Naharin

Decadance ist das Werk des bereits legendären Israeli Ohad Naharin, der seit Jahrzehnten Teil der „Crème de la Crème“ des modernen Tanztheaters der Welt ist. Das Stück Decadance ist zwar eine besondere Kombination von Teilen oder ganzen Werken, die Ohad Naharin im Laufe der letzten Jahrzehnte geschaffen hat, aber es geht in gewissem Maße auch um eine neue Form, da in das Werk im Rahmen der Regieanweisung originale Momente und choreographische Strukturen des gesamten Abends eingebettet wurden. Ohads starke Ausstrahlung, sein ganz spezifischer geographischer und kultureller Hintergrund, seine einzigartige und originelle Poetik der Bewegung und Ausdrucksmittel im Allgemeinen sind eine neue Erfahrung, besonders für die Zuschauer, die in jeder Aufführung ein starkes, ungewöhnliches Erlebnis suchen.

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